Epileptische Krampfanfälle sind vorübergehende Veränderungen im Verhalten und in den Bewegungen einer Person, die durch Störungen der elektrischen und chemischen Aktivität im Gehirn ausgelöst werden. Die Anfälle können sehr unterschiedlich aussehen. Ihr Ablauf hängt davon ab, welche Region des Gehirns betroffen ist.
Man unterscheidet generalisierte Anfälle, bei denen das gesamte Gehirn betroffen ist, z.B. Grand mal Anfälle oder Absencen sowie fokale Anfälle, die von einer umschriebenen Hirnregion ausgehen.
Für die Behandlung der Krankheit ist die Zuordnung des zugrundeliegenden Syndroms entscheidend. In der Praxis für Kinderneurologie wird das gesamte Spektrum der Epilepsien vom frühen Säuglingsalter bis in die Adoleszenz diagnostiziert und behandelt. Dazu gehören u.a.:
- Neugeborenenanfälle
- BNS-Epilepsie (West-Syndrom)
- Lennox-Gastaut-Syndrom
- Myoklonisch-astatische Epilepsie
- Rolando-Epilepsie
- Absence-Epilepsien
- Grand mal Epilepsie
- Juvenile myoklonische Epilepsie
- und das breite Spektrum fokaler Epilepsien wie (Frontallappenepilepsie, Temporallappenepilepsie, Parietallappenepilepsie, Okzipitallappenepilepsie)